Reboarder – Vor- und Nachteile im Überblick

Auch wenn Reboarder in Deutschland noch relativ neu sind, entdecken immer mehr Eltern diese Kindersitze für den Sprössling. Natürlich ist das Empfinden bei jedem Elternteil anders, sodass der Reboarder nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile haben kann.
 

Kinder sicher im Auto transportieren

Heute ist es nicht nur undenkbar, sondern auch verboten, Kinder ungesichert im Auto mitzunehmen. Der Handel bietet schon für Neugeborene sichere Babyschalen. Danach steigen viele Eltern auf Kindersitze um, welche in Fahrtrichtung montiert werden. Noch relativ neu sind Reboarder Kindersitze, in denen das Kind entgegen der Fahrtrichtung sitzt. Diese Kindersitze haben einige Vorteile, welche nicht nur im Bereich Sicherheit eine wichtige Rolle spielen. Sitzt das Kind im Reboarder, also rückwärtsgerichtet, bietet der Sitz die folgenden Vorteile:

  1. Das Kind ist bei einem Unfall besser geschützt
  2. Der Reboarder ist höher gebaut und dient als Schutzschild
  3. Das Kind sitzt bei einem Auffahrunfall weiter weg
  4. Es hat freie sicht durch alle Fenster
  5. Es kann die Beine frei bewegen
  6. Reboarder lassen sich in Schlafposition bringen
  7. Isofix Modelle sind im Handumdrehen eingebaut
  8. Viele Modelle sind schwenkbar

 

Hat ein Reboarder auch Nachteile?

Natürlich ist der Reboareder nicht für alle Eltern perfekt. Im Moment zeigt sich der größte Nachteil noch am Preis. Da Reboarder im Vergleich zu anderen Kindersitzen noch relativ selten verkauf werden, kosten die Modelle weitaus mehr als normale Kindersitze. Eltern, die einen Reboarder kaufen möchten, müssen wesentlich tiefer in die Tasche greifen als bei einem vorwärtsgerichteten Kindersitz. Zu den möglichen Nachteile gehören:

  • Die hohen Anschaffungskosten
  • Die ungewohnte Montage
  • Die Sitze sind schwerer als normale Kindersitze
  • Viele Reboarder eignen sich nicht für einen ständigen Wagenwechseln

Zudem wird von vielen Eltern bemängelt, dass man bei einem Reboarder keinen direkten Blickkontakt zum Kind hat. Zugleich könne auch das Kind die Eltern nicht mehr sehen. Hier schafft man aber ganz schnell Abhilfe, denn im Handel gibt es spezialle Reboarder Spiegel. Mit denen bekommt man wieder Blickkontakt und kann genau sehen, was das Kind gerade macht.

Mit freiem Blick nach hinten – Reboarder und normale Kindersitze

Rückwärtsgerichtete Kindersitze bieten dem Kind bei einem Unfall einen besseren Schutz. Da der Reboarder höher gebaut ist, schützt er das Kind nicht nur seitlich viel besser, sondern schont bei einem Unfall oder einem Aufprall ganz besonders gut den Kopf. Dem entsprechend wird  auch die Wirbelsäule geschont und geschützt. Kommt es zu einem Aufprall, wird dieser sehr gut abgefedert, denn der rückwärtsgerichtete Kindersitz sollte immer an der Lehne oder dem Amaturenbrett anlehnen. Dadurch wird der Sitz nicht mit Wucht nach vorne gehebelt, sondern bleibt weitestgehend in seiner Position.

Nachteile können sich auch bei der Größe des Kindersitzes zeigen. Kleinere Modelle, die dich an der Rückenlehne des Vordersitzes anliegen, bieten dem Kind möglichst viel Platz für die Beine. Größere Reboarder, die mit etwas Abstand montiert werden, lassen dem entsprechend weniger freien Platz übrig. Dennoch ist bei jedem Reboarder immer so viel Platz, dass das Kind seine Füße und Beine immer individuell und flexibel positionieren kann.


Für diesen Beitrag sind die Kommentare geschlossen.